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Mehr Verordnungen durch das TSVG?

MONTAG, 05.11.2018
Das Terminservice- und Versorgungsgesetz

In einem schnellen Tempo treibt Gesundheitsminister Spahn das neue Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) voran.

Das TSVG beinhaltet u.a., dass niedergelassene Ärzte nun statt bisher 20 mindestens 25 Stunden pro Woche Sprechstunden anbieten müssen - davon 5 offene Sprechstunden ohne feste Terminvergabe.

Als Ausgleich werden Zusatzangebote seitens der Ärzte extra honoriert, z.B. über extrabudgetäre Vergütung oder die erhöhte Bewertung von Leistungen. So werden z.B. Hausarztbesuche als Praxisbesonderheit anerkannt und auch die "sprechende Medizin" wird vergütet.

Es ist anzunehmen, dass die Veränderungen auch das Verordnungsverhalten von Ärzten beeinflussen werden. Wie dieser Einfluss aussieht bleibt offen:

  • Wird der Arzt sich durch die höhere Anzahl an Sprechstunden mehr Zeit für den Patienten nehmen? Oder wird er mehr Patienten behandeln und somit mehr Verordnungen generieren?
  • Wird es durch offene Sprechstunden zu einem vermehrten Ärztehopping und dadurch zu Brüchen in der Therapiekontinuität kommen?
  • Wird durch eine höhere Vergütung ärztlicher Leistungen, speziell auch für die "sprechende Medizin" weniger Bedarf und Budget für eine medikamentöse Therapie zur Verfügung stehen?
  • Werden die offenen Sprechstunden zu mehr administrativem Aufwand führen - mit der Folge, dass letztlich weniger Zeit für den Patienten bleibt?
Diese Fragen lassen sich optimal im Rahmen von Gruppendiskussionen mit betroffenen Ärzten klären. Gerne sind wir Ihnen bei der Beantwortung behilflich. Bitte melden Sie sich einfach bei uns unter dorian.maier@emphasis.de.

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